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Der Förderverein Bergbaudenkmäler e.V. hat dieses Buch herausgegeben.

Bei dieser so umfangreichen Dokumentation hat der Verfasser Dr. Heide den Titel des 122seitigen großformatigen Buches "Beitrag zur Geschichte des Meggener Bergbaus" gewählt, mit dem Zugriff auf bisher nicht veröffentlichten zahlreichen alten Originaldokumenten von 1853 - 1992, dem Schriftverkehr Bergamt und Betriebe (Sicilia und Siegena), was dem Buchwerk eine besondere Note gibt. So werden hier erstmals Verleihungsurkunden- Eigentümerlisten der Gruben und Gewerkschaften veröffentlicht, als Kopie von den handgeschriebenen Originalen. Nachzulesen und nachzuschlagen, was in den vorliegenden Büchern über den Meggener Bergbau bislang nicht vorgestellt worden ist.

Beginnend von der Grube Keller 1848, wie es schon 1860 Umweltprobleme mit saurem Grubenwasser gibt - der zinkhaltige Abbrand mit 50% Eisen nicht verwendbar in Eisenhütten. Der Chemiker Dr. R. Sachtleben laugte den Zinkinhalt und verwendete das Zink für die Herstellung von der Weißfarbe Lithopone. So kamen der Bergbau und die Chemiefabrik zusammen. Fragen werden nachgegangen, wem nun die beiden bergrechtlichen Gewerkschaften gehörten, wer die Eigentümer der Gruben waren, wie viele Anteile sie hatten; sowie die Gründung des Betriebsrates 1907 und wer da mitmachte, die Streiks 1890 und 1911 mit Originalflugblättern von Gewerkschaften und Arbeitgebern. Wie bedeutsam für die damalige Wirtschaftssituation Sachtleben Deutschland im 1. und 2. Weltkrieg mit Schwefel versorgte, da der Import unterbrochen blieb. Wie Sachtleben 1923 die Inflation überstehen musste, der Goldmarkeröffnung mit der Gewerkenliste 1925, die Weltwirtschaftskrise folgte, der Neuanfang in den 30erJahren mit dem 2. Weltkrieg endete.

Während des Krieges waren die Anforderungen an die Schwefelkiesproduktion noch höher als im 1. Weltkrieg, das dreifache des Normalbetriebs, erreicht mit erhöhtem Personaleinsatz, das zu einem großen Anteil aus Kriegsgefangenen und Zwangsarbeitern bestand, mit 4191 Mann Belegschaft wurden über 1 Mio Tonnen Schwefelkies gefördert.

Das Buch erinnert an das Abteufen des Siciliaschachtes kurz nach der Währungsreform 1948, den Strukturwandel bei der Sachtleben AG 1960- 65, wie es ein Metallerzbergwerk wird, Meggen von 1961 bis 1977 der größte Zinkkonzentratproduzent Westeuropas werden sollte, deren Schwerspatproduktion in Erschöpfung der Vorräte 1977 auslief, und wie es zur Produktionseinstellung am 31. März 1992 kam, mit den Gründen für die Betriebsschließung und Rekultivierungsmaßnahmen danach, durch die Stilllegung ca. 250 Mitarbeiter betroffen waren, die zum Teil in Rente gingen oder relativ schnell einen neuen Arbeitsplatz fanden.

Dies und vieles mehr mit Produktions- und Belegschaftsdaten und immer wieder Hausnamen der so vielen beteiligten Bergleute, das hier eine große Lücke schließt, kann nun diese informative Buchchronik für nur 8 Euro erworben werden bei den Sparkassen und Volksbanken in Lennestadt - (in Meggen und Elspe) -  oder jeweils sonntags zwischen 15.00 Uhr und 18.00 Uhr am Siciliaschacht in Meggen oder per Post (Förderverein Bergbaudenkmäler in Lennestadt e.V., Grüne 32, 57368 Lennestadt).

Das Buch mit den Urkunden kann jedem, der an Heimat- und Bergbaugeschichte interessiert ist, wärmstens empfohlen werden. Dr. Heide, der jahrelang das Material gesichtet und auf Honorar verzichtet hat: "Warum sollte es nicht auch der Nachwelt der tausenden Bergarbeiterfamilien erhalten bleiben?"

 

   

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